Treffpunkt Wagner

Die Geschichte des Alphabets

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Reisen Sie mit uns in die Vergangenheit: Wir versetzen uns ins alte Ägypten, einige tausend Jahre vor Christus. Hier wurde der Grundstein dafür gelegt, dass Sie diesen Text lesen können. Hier entwickelte sich, langsam und mit verschiedenen Umwegen, das Alphabet bis hin zu der Form, die wir heute kennen.

Wann, wie und wo wurde das Alphabet erfunden? Es ist nicht einfach, diese Geschichte zu erzählen, denn viele Spuren verlaufen im Sande. Von den verschiedenen Variationen unterschiedlichster Schriften wurden manche Elemente weiterentwickelt und andere nicht. Es ist umstritten, in welchem Land genau die ältesten Schriftzeichen entwickelt wurden und wie alt sie sind – viele Wissenschaftler gehen aber davon aus, dass die älteste Schrift ab dem 4. Jahrtausend v. Chr. in Mesopotamien erfunden wurde.

Diese ersten Schriftformen haben wenig mit dem Alphabet zu tun, das wir heute kennen. Stilisierte Piktogramme erinnerten zunächst an Zeichnungen, bevor sie von der mesopotamischen Keilschrift abgelöst wurden: Senkrechte, waagrechte und schräge Keile konnten im Vorderen Orient zum Schreiben mehrerer Sprachen verwendet werden. Ähnlich alt sind die bekannten Hieroglyphen, die im alten Ägypten verbreitet waren. Sowohl die mesopotamische Keilschrift als auch die ägyptischen Hieroglyphen sind gut dokumentiert und waren im Nahen Osten wohlbekannt und weit verbreitet. Es gibt Hinweise darauf, dass die Keilschrift bereits Eigenschaften des Alphabets aufwies – jedoch entwickelte sich diese Form vermutlich nicht weiter.

Der Unterschied zwischen “falschen” und “echten” Alphabeten

Um 2.700 v. Chr. taten die alten Ägypter erste Schritte in Richtung Alphabet: Sie entwickelten einen Satz von 22 Hieroglyphen, welche die Konsonanten ihrer Sprache wiedergaben und ein 23. Zeichen, das vermutlich für Vokale am Anfang und Ende eines Wortes stand. Trotzdem war waren sie kein echtes Alphabet, da sie einzelne Sprachausdrücke wiedergaben und nicht das Lautinventar einer gesprochenen Sprache abbildeten.

Das erste echte Alphabet wurde um etwa 2.000 v. Chr. von semitischen Arbeitern in Zentralägypten entwickelt. Sie nutzten die vorhandenen ägyptischen Konsonantenzeichen und fügten weitere Hieroglyphen dazu, sodass sie insgesamt über etwa 30 Zeichen verfügten. Wir wissen nicht genau, ob die Zeichen für Konsonantenfolgen oder ganze Lautfolgen standen oder sie schon nach Gegenständen benannt wurden, die mit dem gleichen Buchstaben begannen – diese als Akrophonie bezeichnete Methode wird als erster Schritt auf dem Weg von einer Zeichenschrift zur Buchstabenschrift betrachtet.

Foto „Phönizisches_Alphabet“: Das phönizische Alphabet (mittlere Spalte) ist Stamm vieler anderer Alphabete.

Foto „Phönizisches_Alphabet“: Das phönizische Alphabet (mittlere Spalte) ist Stamm vieler anderer Alphabete.


Die Phönizier verbreiteten das Alphabet

Phönizien war ein Landstreifen an der östlichen Mittelmeerküste, auf dem Gebiet der heutigen Staaten Israel, Libanon und Syrien. Es lag im Zentrum eines weitläufigen Handelsnetzes und es dauerte nicht lange, bis sich von hier aus das Alphabet im gesamten Mittelmeerraum verbreitete. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Hieroglyphen bereits auf eine rein alphabetische Schrift reduziert – die ursprüngliche Hieroglyphe für “Haus” (“beyt”) stand nur noch für den Laut “B”. Der Ausgangspunkt ihrer Verbreitung gab der Schrift ihren Namen: Man nannte es nun das phönizische Alphabet.

Adaption durch die Griechen

Aus dem phönizischen Alphabet gingen verschiedene Varianten hervor. Für uns am wichtigsten ist die Entwicklung des griechischen Alphabets. Im 8. Jahrhundert v. Chr. adaptierten die Griechen das phönizische Alphabet und passten es ihrer Sprache an: Sie nutzten phönizische Buchstaben, die für Konsonanten im Griechischen nicht gebraucht wurden, zur Abbildung von Vokalen. Außerdem schufen sie weitere Buchstabenvariationen, da ihnen im phönizischen Alphabet nicht genügend Zeichen für die verschiedenen griechischen Laute zur Verfügung standen.

Die Variation des westgriechischen Alphabets bildete die Grundlage für das Alphabet der Latiner – die späteren Römer – die auf der italienischen Halbinsel lebten. Sie fügten Zeichen aus anderen Sprachen hinzu und übernahmen beispielsweise abgewandelt das F und S der Etrusker und fügten später mit Y und Z Zeichen des ostgriechischen Alphabets hinzu. Auch die Angelsachsen mischten nach ihrer Bekehrung zum Christentum ab dem 6. Jahrhundert n. Chr. noch in der Entwicklung des Alphabets mit: von ihnen bekamen wir beispielsweise das W, das U und das J.

Wie brachte man das ABC in seine Reihenfolge?

In Ugarit an der nordsyrischen Küste fand man Tafeln aus dem 14. Jahrhundert v. Chr., die die Reihenfolge der Buchstaben im Alphabet dokumentieren. Unter vielen verschiedenen Tafeln fand man eine, auf der die Zeichen in einer Reihenfolge angeordnet sind, die im Großen und Ganzen dem hebräischen, griechischen und lateinischen Alphabet entsprechen. Die Abfolge der Buchstaben blieb also im Lauf der Jahrhunderte weitestgehend intakt.

Greifen Sie zu Füller und Tintenroller!

Kommen Sie mit uns zurück in die Gegenwart: Dass unsere Kinder heute das ABC lernen und damit die Grundlage dafür legen, später Bücher und Artikel zu lesen, Nachrichten zu schreiben und Fremdsprachen zu lernen, ist das Ergebnis eines jahrtausendelangen Prozesses. Ganz schön beeindruckend, finden wir von Treffpunkt Wagner. Da juckt es uns in den Fingern, zu Stift oder Füllhalter zu greifen und Buchstaben zu Wörtern und Geschichten aneinanderzureihen – Sie auch? Dann kommen Sie in unseren Geschäften in Olching oder Fürstenfeldbruck vorbei. Bei uns gibt es eine große Auswahl unterschiedlicher Füller, Tintenroller oder Kugelschreiber, zum Beispiel von Faber-Castell. Das Unternehmen stellt bereits seit 250 Jahren Schreibgeräte her – das entspricht immerhin gut 7 Prozent der Zeit, die seit der Herstellung der Tafeln von Ugarit vergangen ist.

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